06.12.2011 13:48
Schmutzige Geschäfte
ENTSORGUNG. Die Müllberge wachsen, die Abfallwirtschaft ist längst ein Milliardengeschäft.
It's a dirty job, but someone's gotta do it. Weltweit werden pro Jahr rund zwölf Milliarden Tonnen Abfall produziert, Tendenz steigend. Dies, zumal die Weltbevölkerung wächst und die Schwellenländer mit dem dort einkehrenden Wohlstand mehr konsumieren und in weiterer Folge natürlich auch mehr Müll anhäufen. Und schon haben wir eine schöne Wachstumsstory. Schon jetzt ist die in vielen Ländern zumindest teilprivatisierte Abfallindustrie ein Milliardengeschäft. 2020 soll der globale Müll laut Schätzungen sogar auf rund 18 Milliarden Tonnen pro Jahr wachsen -und der Weltmarkt allein für Anlagen der Abfallund Recyclingwirtschaft um mehr als die Hälfte auf rund 53 Milliarden €. Da treibt es natürlich auch Investoren die Dollarzeichen in die Augen.
Wir wollen uns an dieser Stelle aber auf das klassische "Waste Management" (auf Englisch klingt die Müllabfuhr eindeutig cooler ;-)) konzentrieren. Der Kursverlauf einzelner Konzerne zeigt zwar, dass auch in dieser Branche die Goldgräberstimmung teilweise schon wieder vorbei ist und man auch hier vor Kursrückgängen nicht gefeit ist. Insgesamt hält sich der Sektor aber doch beachtlich.
KEIN MÜLL. Der mit einschlägigen Branchenriesen wie dem größten US-Entsorger Waste Management oder der britischen Shanks Group bestückte Bloomberg Waste Management Index hat den World Index seit 2007 deutlich geschlagen (er liegt inklusive Dividenden glatt im Plus - siehe Chart) und im Mai 2011 sogar das alte Hoch übertroffen! Aktuell notiert mit Waste Connection aber nur noch ein Titel seit Jahresbeginn im grünen Bereich, das aber gleich mit 15 Prozent. Gut gehalten hat sich auch der Nischenplayer Stericycle. Die Amerikaner haben sich auf die Entsorgung von Abfall aus Kliniken und Apotheken spezialisiert. Riesen wie eben Waste Management versuchen indes immer mehr, auch alternative Energien (etwa aus Kompost) zu gewinnen und werden so zum Versorger. Wer breiter streuen will, kann auch ein Zertifikat kaufen: etwa das Open-End-Zertifikat "Solactive Waste Management" (ISIN: DE000A0JZQL9) der Citi.
http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/schmutzige-geschaefte-499023/index.do
It's a dirty job, but someone's gotta do it. Weltweit werden pro Jahr rund zwölf Milliarden Tonnen Abfall produziert, Tendenz steigend. Dies, zumal die Weltbevölkerung wächst und die Schwellenländer mit dem dort einkehrenden Wohlstand mehr konsumieren und in weiterer Folge natürlich auch mehr Müll anhäufen. Und schon haben wir eine schöne Wachstumsstory. Schon jetzt ist die in vielen Ländern zumindest teilprivatisierte Abfallindustrie ein Milliardengeschäft. 2020 soll der globale Müll laut Schätzungen sogar auf rund 18 Milliarden Tonnen pro Jahr wachsen -und der Weltmarkt allein für Anlagen der Abfallund Recyclingwirtschaft um mehr als die Hälfte auf rund 53 Milliarden €. Da treibt es natürlich auch Investoren die Dollarzeichen in die Augen.
Wir wollen uns an dieser Stelle aber auf das klassische "Waste Management" (auf Englisch klingt die Müllabfuhr eindeutig cooler ;-)) konzentrieren. Der Kursverlauf einzelner Konzerne zeigt zwar, dass auch in dieser Branche die Goldgräberstimmung teilweise schon wieder vorbei ist und man auch hier vor Kursrückgängen nicht gefeit ist. Insgesamt hält sich der Sektor aber doch beachtlich.
KEIN MÜLL. Der mit einschlägigen Branchenriesen wie dem größten US-Entsorger Waste Management oder der britischen Shanks Group bestückte Bloomberg Waste Management Index hat den World Index seit 2007 deutlich geschlagen (er liegt inklusive Dividenden glatt im Plus - siehe Chart) und im Mai 2011 sogar das alte Hoch übertroffen! Aktuell notiert mit Waste Connection aber nur noch ein Titel seit Jahresbeginn im grünen Bereich, das aber gleich mit 15 Prozent. Gut gehalten hat sich auch der Nischenplayer Stericycle. Die Amerikaner haben sich auf die Entsorgung von Abfall aus Kliniken und Apotheken spezialisiert. Riesen wie eben Waste Management versuchen indes immer mehr, auch alternative Energien (etwa aus Kompost) zu gewinnen und werden so zum Versorger. Wer breiter streuen will, kann auch ein Zertifikat kaufen: etwa das Open-End-Zertifikat "Solactive Waste Management" (ISIN: DE000A0JZQL9) der Citi.
http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/schmutzige-geschaefte-499023/index.do