06.12.2011 13:39
Gewicht nach Bruttoinlandsprodukt
HypoVereinsbank startet Zertifikat auf neue FAZ-Euro-Indexfamilie. Volatilität niedriger als bei Euro STOXX 50 erwartet.
Die klassischen kapitalgewichteten Indizes haben den Nachteil, dass die Marktschwergewichte die Richtung vorgeben. Anleger profitieren vor allem in den steigenden Märkten, wenn wenige große Titel den Aufschwung unterhalten. Geht es einmal abwärts, leiden die Indizes, wenn die Schwergewichte wie seinerzeit Cisco, Intel oder auch die Deutsche Telekom den S&P 500, die Nasdaq oder auch den DAX Richtung Süden zogen. Die HypoVereinsbank hat nun Partizipations-zertifikate auf die FAZ-Euro-Indexfamilie aufgelegt, die die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) gemeinsam mit dem Index-Unternehmen Structured Solutions vor wenigen Monaten gestartet hat. Neben dem Zertifikat auf den FAZ Euro-Index (DE000HV5NE00) bietet die HypoVereinsbank zehn Papiere auf Branchenindizes an. Das Besondere: Die Ländergewichtung der neuen Indizes wird entsprechend des Bruttoinlandsproduktes vorgenommen. Damit unterscheidet sich der FAZ-Euro-Index von den klassischen Indizes, bei denen die Gewichtung rein nach der Marktkapitalisierung vorgenommen wird. Dadurch kommen deutsche Aktien auf einen Anteil von 28 Prozent, auf 21 Prozent die französischen Dividendentitel und 17 Prozent erreichen italienischeWerte. Die Einzelauswahl der Aktien wirdmithilfe derMarktkapitalisierung vorgenommen. Die Werte sind allerdings alle mit einem Anteil von jeweils 1 Prozent gleich gewichtet. Zu den Indexwerten gehören die bekannten europäischen Blue Chips, darunter auch BASF, Siemens oder die Deutsche Post. Der FAZ-Euro-Index soll dieWirtschaft des Euroraums besser abbilden als der Euro STOXX 50.
Rückrechnungen des Indexproviders Structured Solutions haben ergeben, dass der FAZ-Euro-Index den Euro STOXX 50 schlagen konnte. Für die zurückliegenden zehn Jahre zeigt sich, dass der FAZ-Euro-Kursindex den Euro STOXX 50 jährlich umdurchschnittlich rund 3 Prozent schlug. Weil der Index mit 100 Werten sehr viel breiter aufgestellt ist, wies der neue Index auch eine geringe Volatilität auf. Neben dem FAZ-Euro-Index hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung zusammen mit ihren Partnern zehn Branchenindizes auf den Euroraum entwickelt, die die Entwicklung von bis zu 25 Werten widerspiegeln. Auch hier ist das Bruttoinlandsprodukt entscheidend für die Gewichtung. Für die Aufnahme gilt hier allerdings eine niedrigere Marktkapitalisierung von mindestens 500 Mill. Euro und ein durchschnittlicher täglicher Börsenumsatz von 1 Mill. Euro. Der Euro-Index wird sekündlich berechnet, die Subindizes werden alle 15 Sekunden neu ermittelt. Die neuen Indizes werden sowohl als Performance- als auch Preisindizes berechnet. Alle neuen Zertifikate der HypoVereinsbank beziehen sich auf Performanceindizes. Die Dividendenzahlungen werden also bei der Berechnung berücksichtigt. Die Zertifikate sind ohne Laufzeitbegrenzung. Da es ein jährliches Kündigungsrecht gibt, kann die HypoVereinsbank die Laufzeit verkürzen. Die UniCredit-Tochter erhebt eine jährliche Verwaltungsvergütung von nur 0,1 Prozent.
ZERTIFIKATE BÖRSE 1. Dezember 2011 I Ausgabe 22/11
Die klassischen kapitalgewichteten Indizes haben den Nachteil, dass die Marktschwergewichte die Richtung vorgeben. Anleger profitieren vor allem in den steigenden Märkten, wenn wenige große Titel den Aufschwung unterhalten. Geht es einmal abwärts, leiden die Indizes, wenn die Schwergewichte wie seinerzeit Cisco, Intel oder auch die Deutsche Telekom den S&P 500, die Nasdaq oder auch den DAX Richtung Süden zogen. Die HypoVereinsbank hat nun Partizipations-zertifikate auf die FAZ-Euro-Indexfamilie aufgelegt, die die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) gemeinsam mit dem Index-Unternehmen Structured Solutions vor wenigen Monaten gestartet hat. Neben dem Zertifikat auf den FAZ Euro-Index (DE000HV5NE00) bietet die HypoVereinsbank zehn Papiere auf Branchenindizes an. Das Besondere: Die Ländergewichtung der neuen Indizes wird entsprechend des Bruttoinlandsproduktes vorgenommen. Damit unterscheidet sich der FAZ-Euro-Index von den klassischen Indizes, bei denen die Gewichtung rein nach der Marktkapitalisierung vorgenommen wird. Dadurch kommen deutsche Aktien auf einen Anteil von 28 Prozent, auf 21 Prozent die französischen Dividendentitel und 17 Prozent erreichen italienischeWerte. Die Einzelauswahl der Aktien wirdmithilfe derMarktkapitalisierung vorgenommen. Die Werte sind allerdings alle mit einem Anteil von jeweils 1 Prozent gleich gewichtet. Zu den Indexwerten gehören die bekannten europäischen Blue Chips, darunter auch BASF, Siemens oder die Deutsche Post. Der FAZ-Euro-Index soll dieWirtschaft des Euroraums besser abbilden als der Euro STOXX 50.
Rückrechnungen des Indexproviders Structured Solutions haben ergeben, dass der FAZ-Euro-Index den Euro STOXX 50 schlagen konnte. Für die zurückliegenden zehn Jahre zeigt sich, dass der FAZ-Euro-Kursindex den Euro STOXX 50 jährlich umdurchschnittlich rund 3 Prozent schlug. Weil der Index mit 100 Werten sehr viel breiter aufgestellt ist, wies der neue Index auch eine geringe Volatilität auf. Neben dem FAZ-Euro-Index hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung zusammen mit ihren Partnern zehn Branchenindizes auf den Euroraum entwickelt, die die Entwicklung von bis zu 25 Werten widerspiegeln. Auch hier ist das Bruttoinlandsprodukt entscheidend für die Gewichtung. Für die Aufnahme gilt hier allerdings eine niedrigere Marktkapitalisierung von mindestens 500 Mill. Euro und ein durchschnittlicher täglicher Börsenumsatz von 1 Mill. Euro. Der Euro-Index wird sekündlich berechnet, die Subindizes werden alle 15 Sekunden neu ermittelt. Die neuen Indizes werden sowohl als Performance- als auch Preisindizes berechnet. Alle neuen Zertifikate der HypoVereinsbank beziehen sich auf Performanceindizes. Die Dividendenzahlungen werden also bei der Berechnung berücksichtigt. Die Zertifikate sind ohne Laufzeitbegrenzung. Da es ein jährliches Kündigungsrecht gibt, kann die HypoVereinsbank die Laufzeit verkürzen. Die UniCredit-Tochter erhebt eine jährliche Verwaltungsvergütung von nur 0,1 Prozent.
ZERTIFIKATE BÖRSE 1. Dezember 2011 I Ausgabe 22/11